Die Gärten winterfest machen: wie bereitet man seine Beete auf den Winter vor?
Der Beginn des Winters bedeutet nicht, dass der Marktgärtner seinen Boden einfach nackt »ruhen lassen« kann. Ganz im Gegenteil. Die Monate von Oktober bis Dezember…
Der Beginn des Winters bedeutet nicht, dass der Marktgärtner seinen Boden einfach nackt »ruhen lassen« kann. Ganz im Gegenteil. Die Monate von Oktober bis Dezember sind entscheidend, um nach einer arbeitsreichen Saison Ordnung zu schaffen, die Bodenstruktur zu schützen und die Kulturen des Jahresbeginns vorzubereiten.
In einer Marktgärtnerei nach der bio-intensiven Methode ist das Winterfestmachen der Gärten ein entscheidender Schritt: die richtige Schutzmethode wählen, die Beete (oder eben nicht) vorbereiten, korrekt abdecken, verhindern, dass der Wind alles davonträgt. All dies sind technische Entscheidungen, die im März den Unterschied ausmachen.
1. Drei Möglichkeiten, seinen Boden im Winter zu schützen
Der Winter mag lang erscheinen, doch er bietet eine wertvolle Gelegenheit, den Boden zu schützen und zu regenerieren. Es gibt drei Hauptoptionen.
Kulturen stehen lassen
Manche Kulturen überstehen den Winter problemlos und werden im Frühjahr geerntet: Ackerbohnen, Zwiebeln, je nach System mitunter Knoblauch oder Spinat. Sie erfüllen dann eine doppelte Aufgabe: eine Ernte zu liefern und den Boden bedeckt zu halten.
Gründüngung aussäen
Wenn sie im September, Oktober oder bei Getreide sogar bis Dezember ausgebracht wurde, bietet die Gründüngung eine aktive Pflanzendecke. Sie schützt den Boden, begrenzt die Erosion und verbessert seine Struktur, insbesondere bei Beeten, die für späte Kulturen (April–Mai) vorgesehen sind.
Die Abdeckung durch Lichtentzug
Das ist die Methode, die wir bevorzugen: eine lange Abdeckung, von November bis März. Sie ist ideal, wenn die künftigen Kulturen bereits für Januar, Februar oder März geplant sind, denn der Zeitraum ist zu kurz, um eine nützliche Gründüngung zu erhalten.
Der Lichtentzug ermöglicht es außerdem, die an Ort und Stelle belassenen organischen Reste zu zersetzen, den Beikrautdruck zu verringern und einen geschützten und strukturierten Boden zu erhalten.
2. Seine Beete vor dem Abdecken vorbereiten (oder nicht)

Je nach Bodenart und der am Saisonende verfügbaren Energie gibt es zwei Möglichkeiten.
Im Herbst vorzubereiten ist vor allem in tonigen, schweren und im Frühjahr feuchten Böden sinnvoll: die Beete neu anlegen, Kompost ausbringen, die Flächen vor dem Abdecken leicht säubern.
Im Frühjahr vorzubereiten ist unsere derzeitige Wahl: unser schluffig-sandiger Boden trocknet recht schnell ab, im Frühjahr hat man wieder mehr Energie, und das Eintreffen der Saisonkräfte im März erleichtert die Arbeit.
3. Die Winterabdeckung: eine sorgfältige Methode
Den ganzen Winter über abzudecken hat nichts mit dem zweiwöchigen Abdecken während der Hochsaison zu tun. Der Wind, das Gewicht des Schnees und die Feuchtigkeitsschwankungen setzen den Planen stark zu: Die Befestigung muss daher sorgfältig erfolgen, um böse Überraschungen zu vermeiden.
Fazit
Den Garten im Winter winterfest zu machen ist ein grundlegender Akt für die folgende Saison. Ob stehengelassene Kulturen, Gründüngung oder lange Abdeckung: Jeder Marktgärtner muss je nach Boden, Zielen und der ihm am Jahresende verbleibenden Energie wählen.
Der Lichtentzug bleibt, sofern er gut umgesetzt wird, ein äußerst wirksames Werkzeug auf kleiner Fläche: Er schützt, strukturiert, bereitet vor und vereinfacht den Wiedereinstieg im Frühjahr erheblich.