Was ist eine Marktgärtnerei?
Kleine Flächen, Genügsamkeit, Diversifizierung: die Grundprinzipien biologischer Marktgärtnereien einfach erklärt.
Biologische Marktgärtnereien haben in den letzten Jahren an Beliebtheit gewonnen, und das zu Recht. Diese kleinen, menschengerechten landwirtschaftlichen Betriebe, inspiriert von Prinzipien wie dem bio-intensiven Gemüseanbau, verändern derzeit unsere Sicht auf die moderne Landwirtschaft.
In diesem Artikel ergründen wir, was eine Marktgärtnerei ist und welche großen Prinzipien sie kennzeichnen.
Bio-intensiver Gemüseanbau und Marktgärtnerei

Der bio-intensive Gemüseanbau ist die tragende Säule der Marktgärtnereien. Er zielt darauf ab, die Gemüseproduktion auf kleiner Fläche dank anspruchsvoller Techniken zu maximieren: Kompost, Mulchen, Mischkulturen und Fruchtfolgen.
Dieser Ansatz erlaubt es, hohe Erträge ohne chemische Mittel und ohne schwere Mechanisierung zu erzielen.
Diversifizierung der Kulturen
Marktgärtnereien setzen auf Diversifizierung statt auf Monokultur. Durch den Anbau einer Vielfalt an Gemüse, Obst und Küchenkräutern erhöhen die Marktgärtner die Widerstandsfähigkeit ihres Betriebs gegenüber Krankheiten und Schädlingen und fördern zugleich eine effiziente Nutzung der natürlichen Ressourcen.
Genügsamkeit bei Boden, Material und Finanzen
Marktgärtnereien sind bestrebt, die Nutzung des verfügbaren Raums sowie der materiellen und finanziellen Ressourcen zu optimieren. Statt massiv in teure Maschinen zu investieren, setzen die Marktgärtner auf Handwerkzeuge und einfallsreiche Techniken, um ihre Auswirkungen auf Umwelt und Wirtschaft zu minimieren.
Räumliche und zeitliche Verdichtung der Produktion
Marktgärtnereien nutzen intensive Anbautechniken, um die Produktion auf kleiner Fläche zu maximieren. Fruchtfolgen und strategische Anordnungen erlauben es, den Raum das ganze Jahr über bestmöglich zu nutzen.
Verankerung in Region und Gesellschaft
Marktgärtnereien streben danach, sich harmonisch in ihr lokales Umfeld einzufügen. Sie knüpfen feste Bindungen zu ihrer Gemeinschaft, indem sie über kurze Wege verkaufen, den Austausch zwischen Erzeugern fördern und sich in soziale und ökologische Projekte einbringen.
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